BLAUE STUNDE

BLAUE STUNDE - 2015

Die BLAUE STUNDE bietet intimeren künstlerischen Formaten wie Lesungen, Kammerkonzerten, Solo-Abenden oder Filmvorführungen einen atmosphärischen Rahmen und lässt das Publikum bei Sonnenuntergang die maritime Nähe des Festivalortes genießen.

TANGO und KLASSIK

Ein launig-virtuoser Kammermusikabend von Klassik bis Moderne

Der in Lübeck bekannten Künstler Jaques Ammon bestritt einen launig-virtuosen Abend "Tango und Klassik" und bot den gebannten Zuhörern ein abwechslungsreiches Programm und zum Abschluss noch einige Jazz-Stücke, bei denen das Publikum kaum noch still sitzen konnte.

Ursprünglich war ein Duo-Abend mit Sophie Heinrich (Violine) geplant gewesen...

Eine böse Schnittverletztung an ihrer Hand kurz vor der Vorstellung machte ein Violinespielen allerdings unmöglich.

Was tun? Die Vorstellung absagen? Verschieben?

Souverän sagte Jacques Ammon zu, den Abend auch allein bestreiten zu können und gestaltete kurzerhand ein entsprechendes Programm, das das Publikum verzauberte und lehrte, dass man auf einem Flügel weitaus mehr Musik spielen kann, als gemeinhin angenommen. Zeitweise hatte man das Gefühl einem Trio mit Bass und Schlagzeug gegenüber zu sitzen. Was sich nicht zuletzt auch in dem anschließendem tosendem Beifall äußerte. - Der Abend war gerettet!

Nacht und Träume

Lieder und Arien über die Poesie der Nacht

Vocal Lounge mit Andrea Stadel (Sopran), Tim Stolte (Bariton) und

Inessa Tsepkova (Klavier) mit Liedern von Mendelssohn, Wolf,

Schumann, Bernstein und anderen ...

 

Es war ein wundervoller Abend mit einigen überraschenden Momenten!

OPIUM, GEIST und BÜFFELDRECK

Buffalo Bill zum Tee bei Oscar Wilde

Wolfram Eicke las sein neues Buch über ein imaginäres Treffen zweier

gegensätzlicher Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts...

Buffalo Bill, legendärer Abenteurer und Show-Man hat den Mythos des "Wilden Westen" begründet und gilt als Erfinder des American Show-Business.

Oscar Wilde, britischer Dichter, feingeistig, originell und spitzzüngig, verkörperte schillernd das geistige Europa jener Epoche.

1887 stehen beide im Zenit ihres Ruhms. Buffalo Bill ist mit seiner gigantischen Wildwest-Show als Teil der amerikanischen Delegation zu Queen Victorias 50. Thronjubiläum in England eingeladen.

Der Westernheld aus den USA wird überhäuft von Einladungen der höchsten Kreise, u.a. auch zum Tee bei Oscar Wilde. Soweit alles authentisch.

Wolfram Eicke nahm das Treffen der beiden Männer, die auf unterschiedliche Weise ihr Leben inszeniert haben, als Anlaß für einen Schlagabtausch, der sich bei dieser Teestunde hochschaukelt bis zur Beschimpfung, zur Jagd durch die Wohnung und zur bitteren Beschuldigung...

Ein saftiges Stück Theater über Opium, Geist und Büffeldreck.

DER KONTRABASS von Patrick Süskind

Monolog - Inszeniert und dargestellt von Jan Becker

ein tragisches Theater Stück mit enorm viel Witz über die Selbstentblößung eines Orchestermusikers, der viel will, sich aber nichts traut ...

Bereits als 16jähriger war Jan Becker von Patrick Süskinds KONTRABASS begeistert. Als Vorsprechrolle und später als Soloabend entwickelte sich eine eigene mobile Produktion, die er zunächst in Berliner und Hamburger Kneipen spielte. Am Theater Lübeck hatte er die Möglichkeit den KONTRABASS in einer Studiovorstellung regelmäßig zu spielen - ein Abend der sich ständig weiterentwickelt hat und nun auch auf der kleinen Bühne im Foyer des Hafenschuppen C zu sehen war.

... und nein, in den Bierflaschen befand sich kein Alkohol :-)

"IF" - WER WIR SIND

Gedanken über die Generation "Y" - teils in englischer Sprache -

Ein multimediales Abendprogramm, gespielt, verfilmt und abgelichtet von Judith Achner, Eva-MarianSchattauer und Michael Schatzer

Ein Kurzfilm eine Bilderausstellung und ein englisches Theaterstück befassten sich an diesem Abend mit den Fragen:

Liegt uns die Welt zu Füßen oder sind wir verloren im Wust der unendlichen Möglichkeiten?

Verfolgen wir zielstrebig unser persönliches Ziel oder verzweifeln wir aus Angst, gesellschaftlichen Normen und Vorstellungen nicht zu entsprechen oder zu genügen?

Machen wir was wir wollen oder tun wir, was wir glauben wollen zu sollen?

Haben wir zu hohe Ansprüche an uns selbst oder sind wir das logische Produkt einer erfolgsorientierten Leistungsgesellschaft?

Wir fragen nach Wünschen und Ängsten von jungen Menschen wie uns, die auf der Suche nach ihrem Platz sind. Oder sogar nach einem Sinn?